von Hertmanni

Laufende Untersuchung

Offene Fragen

Ein ehrliches Buch sagt, was es nicht weiß. Dies sind die Fragen, die noch offen sind — mit der Beweislage auf beiden Seiten, nicht mit einer Behauptung. Wer zu einer von ihnen etwas beitragen kann, ist eingeladen zu schreiben; jede geschlossene Frage wird hier vermerkt, mit dem Datum und der Akte, die sie geschlossen hat.

T1 Primärakte T2 gedruckte Forschung T3 abgeleiteter Stammbaum Q Quarantäne

Wann starb Marie-Gertrude?

● Offen · höchste Priorität

Dies ist die letzte große Lücke des Buches. Sie lässt sich auf ein Fenster von dreizehn Monaten eingrenzen — aber nicht weiter, denn genau für diese Jahre fehlen die Register.

Sie lebte

Am 17. November 1713 trug der Pfarrer von Grand’Han die Taufe ihrer Zwillinge ein und nannte sie namentlich als Mutter. T1

Sie war tot

In einer Quittung, die ihr zweiter Mann 1714 unterschrieb, heißt sie bereits feu ma femme — meine verstorbene Frau. T1

Zwischen diesen beiden Daten liegt kein einziges Blatt. Die Sterberegister von Grand’Han fehlen für die Jahre 1709–1714 — das Fehlen erklärt sich also, statt verdächtig zu sein: ein Tod in diesem Fenster würde genau die Leere hinterlassen, die wir vorfinden.

Was die Frage schließen könnte:

Das Buch nennt kein Datum, sondern das Fenster. Eine Spur — eine Marie-Barbe Hermani, begraben am 24. November 1713 zu Grand’Han, eine Woche nach den Zwillingen — wird geprüft, aber nicht als gesichert behandelt: der Vorname Barbe steht nicht unter ihren Taufnamen, und in den rund 330 Blättern ihres eigenen Nachlassdossiers kommt der Name Barbe kein einziges Mal vor. Die zugehörige Sterbeurkunde ist verloren; nur die Index-Tabelle bleibt. Bis ein Register es trägt, bleibt das Datum eine ehrliche Leerstelle.

Wie sah das Wappen der Piret de Sainte-Ode aus?

● Offen

Das Wappen von Marie-Gertrudes erstem Mann ist beschrieben, aber nirgends gesichert dargestellt — und das ist eine merkwürdige Geschichte.

Rotes Wachssiegel: der rechte Schild eines Allianzwappens zeigt einen Baum — die Piret-Wappenfigur.
Der Piret-Schild aus dem Allianzsiegel auf Bl. 0243: ein Baum. T1 — AEA Arlon, Château de Sainte-Ode, cote 8, Bl. 0243 (Siegel der Suzanne-Françoise de Freins née de Piret, Sainte-Ode, Februar 1720). Endgültige Blasonierung ausstehend.

Der Baum, an der Wurzel bezeichnet, gibt dem zweiten Band den Namen — Die dunkle Wurzel. Dass die Familie ihn auf ihrer eigenen Tafel ungezeichnet ließ, ist die bessere Geschichte, nicht die schlechtere.

Wo ist das Original des Ehevertrags von 1701?

● Offen

Der Vertrag vom 3. November 1701 überliefert sich nur in einer notariellen Abschrift. In cote 8 trägt ein Umschlag (Bl. 0041) die Aufschrift „Extraict du Contract de mariage … Du 3 novembre 1701“ — sein Inhalt ist jedoch der Ehevertrag von 1678. Das Original ist dort nicht.

Bester Verdacht: Landesarchiv NRW Duisburg, Familienarchiv Hertmanni RW 1097, in dem auch der Ehevertrag Hertmanni/Heister von 1672 liegen soll. Ein Haus, das seinen Vertrag von 1672 aufbewahrte, bewahrte auch den von 1701. Reiseziel.


Kürzlich geschlossen. Die Abstammung der Suzanne-Françoise de Piret von Marie-Gertrude — die tragende genealogische Aussage des ganzen Buches — galt lange als offen. Sie ist im Juli 2026 gesichert worden: durch zwei gegnerische Schriftsätze in cote 8 (Bl. 0060, 0064), durch L’ère du fer S. 592, und durch den Kassationsprozess von 1805, in dem die Enkelinnen unter der Erbklausel des ersten Ehebetts klagten und obsiegten, ohne dass die Gegenseite ihre Abstammung je bestritt.

Beitragen

Wenn Sie eine dieser Fragen schließen können, schreiben Sie.

Eine Sterbeeintragung zwischen November 1713 und 1714. Eine Darstellung des Piret-Wappens. Das Original des Vertrags von 1701. Jede dieser Spuren wäre mehr wert als alles, was hier bereits steht.

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